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20 Jahre Grenzlandtheater Aachen in den Räumlichkeiten der Elisengalerie. Ein Zeitraum intensiver täglicher Nutzung, der auch an der Architektur nicht spurlos vorübergegangen ist. Ermattet in ihrer Erscheinung als auch in ihrer Materialität, stand der Spielstätte des Grenzlandtheaters Aachen nun eine Vitalkur zu. Im Zuge der altersbedingten Erneuerung galt es aber vor allem die Präsenz am Standort in der ansonsten als Einkaufspassage genutzten Elisengalerie gegenüber den ungezügelten Farb- und Formwirrungen der Einzelhandelsgeschäfte zu stärken. Das neue Erscheinungsbild fokussiert sich entsprechend auf das Wesentliche. Ein hell erleuchtetes Foyer als Inszenierung des Publikums und ein abgedunkelter Zuschauersaal zur Inszenierung des Schauspiels. Das Foyer wird dabei zur neuen Guckkastenbühne der Einkaufspassage, und die Bühne wieder zum Herzstück des Theatersaals.

Bestimmendes Raumelement des Foyers wird der zusammengefügte Kassen- und Garderobentresen als zentrale Anlaufstelle. Dieser wird in Sichtachse des Eingangs positioniert, und über die Ausrichtung des Lichtdeckenrasters aufgegriffen. Die eingefügte Tresenrückwand wird zum multifunktionalen Einbau und schirmt primär den Garderobenbereich optisch vom restlichen Foyer ab. Zusätzlich nimmt sie die nötigen Informationsdisplays auf und stellt Stauraum für den Kassenbedarf bereit.  

Alle im Foyer eingesetzten Materialien beziehen sich auf die Welt des Theaters: Ein an die großen Spielstätten des frühen 20. Jahrhunderts erinnernder Sternenhimmel, ein “Bretterboden” samt den aus ihm erwachsenen Einbauten aus Räuchereiche, sowie eine Varianz an spiegelnden Flächen aus Glas und Metall wie wir sie auch in den Darstellerumkleiden finden.

Fotos: Carsten Pesch

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Ort Aachen
Bauherr Grenzlandtheater Aachen
Realisierung 2018