Die Verfasser bieten eine längsseitig an den Bestandsbau angelegte Ergänzung an, die sich über Höhenstaffelungen geschickt mit dem Vorhandenen zu einem Ensemble verbindet. Die in der Grundfläche sparsame Lösung ermöglicht großzügige Aussenräume in robuster Gliederung als Pausen- und Sportflächen. Die Schulerweiterung wird als einhüftige Raumspange an die Flurzone des Bestands angefügt. Der tiefer in den Hof eingeschobene eingeschossige Foyerkörper schafft im Norden einen gut positionierten neuen Schuleingang und einen für die Größe der Schule adäquaten Verteiler. Die Grundrissfigur in den Obergeschossen ist eine klares Gegenüber von Klassenräumen, die durch transparent gehaltene Gruppenbereiche zur Hofseite aufgelockert werden. Die Fassaden werden als langgestreckte Fensterbänder in eleganter Maßstäblichkeit vorgestellt. Die vorgeschlagene Materialität, weiß geschlämmte Ziegelvorsatzschale, verspricht eine langlebige Ästhetik. Die gesamte Haltung bei der Fügung der Baukörper überzeugt als ruhiges architektonisches Konzept mit homogener Wirkung im Zusammenspiel von Alt und Neu .

Aus dem Ergebnisprotokoll zur Anerkennung

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Ort Berlin
Bauherr Land Berlin
Wettbewerb 2016