Die Verfasser sehen die Stadthalle als ein Bauteil des kulturellen Dreiklangs mit dem Stadttheater und dem Wasserturm. Die Bedeutung erfordert eine Aktualisierung und technische Überarbeitung. Gegenüber dem Stadttheater soll die Stadthalle ihre neue bauliche Prägnanz entwickeln. Die gliedernden Schrägdachelemente werden, wie teilweise auch die Bandfassade, gezielt zurückgebaut. Das Gebäude wird mehr als ein baulich, differenziertes Volumen entwickelt. Der Ansatz der Wiederverwendung der Bestandsklinker ist technisch und wirtschaftlich zu hinterfragen. Die Klinkerfassade ruht auf einem umlaufenden ruhigen Sichtbetonsockel, dieser nimmt die unterschiedlichen Geländehöhen, aber auch notwendige Sonderbauteile auf, die Konsequenz wird anerkannt. Das südliche, als Art Bastion in den Stadtraum gerichtet, geschlossene Gebäudevolumen hat ästhetischen Reiz, bedarf hinsichtlich notwendiger Werbemaßnahmen der Stadthalle jedoch einer Modifikation. Die gewählte Dämmstoffstärke von 120mm wäre gegebenenfalls zu erweitern. Die bewusste Reduktion von Glasflächenanteilen ist gestalterisch vertretbar, beruhigt das Gesamtvolumen, ist unter energetischen Gesichtspunkten zur Reduktion der sommerlichen Wärmelasten zu begrüßen. Das neu gestaltete Bauvolumen der Stadthalle Gütersloh am Platz am Theater versteht sich als wesentlicher Teil des Kulturensembles und wird diesem Anspruch weitestgehend gerecht.

Aus dem Ergebnisprotokoll zum 3.Platz

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Ort Gütersloh
Bauherr Stadt Gütersloh
Wettbewerb 2017